Stockfotografie
Der Begriff “Stockfotografie“ leitet sich vom englischen Wort „stock“ ab, das auf deutsch „Lager“ heißt. Mit Stockfotografie ist eine Fotografie gemeint, die „auf Vorrat“ für ein Lager produziert wird, und bei Bedarf von den Kunden bestellt und gekauft wird. Zielgruppe für den Absatz von Stockfotografie sind Kunden, die schnell und relativ spontan ein bestimmtes Foto benötigen. Dies kann zum Beispiel für Werbezwecke, für den journalistischen Bereich oder für Einladungen zu Veranstaltungen sein. Ein großer Absatzmarkt für Stockfotografie ist auch das Internet, wo Bilder für Blogs und Homepages benötigt werden, um Texte ansprechender zu gestalten und Inhalte zu illustrieren. Der Markt der Stockfotografie hat sich bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt und in den 1980er Jahren ist er weiter gewachsen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Fotografen, die sich auf die Belieferung von Agenturen für Stockfotografie spezialisiert haben. Auch das Online-Angebot von Stockfotografie ist mittlerweile eine gängige Praxis. Zahlreiche Agenturen bieten ihre Dienste sogar ausschließlich über das Internet an. Solche Online-Agenturen werden als „Microstock-Agenturen“ bezeichnet und liegen preislich deutlich günstiger als klassische Agenturen.
Bei der vorproduzierten Stockfotografie gibt es zwei verschiedene Verkaufsarten. Entweder sind die Aufnahmen lizenzpflichtig, oder sie sind lizenzfrei. Bei lizenzpflichtigen Aufnahmen berechnet sich der Preis anders als bei lizenzfreien. Er wird zum Beispiel von der Auflage, der Nutzungsart oder dem Verbreitungsraum bestimmt. Ist eine Aufnahme lizenzfrei, wird der Preis lediglich in Abhängigkeit von der Bildgröße berechnet. Die Art der Nutzung durch den Kunden spielt auch eine Rolle. So kann es unterschiedliche Preise geben, in Abhängigkeit davon, ob der Kunde das Bild nur auf Flyern, auf seiner Homepage o.ä. nutzt, oder ob er damit Tassen, T-Shirts und ähnliche Dinge bedruckt und weiterverkauft.
